GE|SCHICH|TE

Autor: Mark
Once upon a time..... nääääh - keine Gutenachtgeschichte! Eher wie man als junge Menschen voller Träume und Überzeugungen heute mehr denn je handeln muss.

Ich mag mich gut an deinen Anruf erinnern. Im Dezember 2021, kurz vor dem Abschluss meiner Auszeit auf einer Europareise, steht auf dem Display "Simon Wüthrich". Gleich ran! Schön, meldest du dich - ich habe einiges von meinen Reisen zu berichten. Zehn Minuten gewährst du mir. 

Mark, ich will noch etwas anderes mit dir besprechen. Ich habe vor ein paar Wochen mit Gabi gesprochen und ihr erzählt, dass ich meine eigenen Surfboards für Kunden herstellen möchte.

Gut, dachte ich mir - macht ja Sinn. Seit Jahren entwickelst du schon deine eigenen Shapes und fährst die Boards auf allen erdenklichen Wellen. Aber gibt es nicht schon genügend Surfbretter auf dem Markt?

Ja, das hat Gabi auch gesagt. Auch wenn sich meine Bretter mit mehr Volumen und neuen Designs von anderen Anbietern unterscheiden, wird es wohl ziemlich schwer, mich zu etablieren. Ich würde doch nicht mit dir darüber sprechen, wenn die Idee nicht weiter ginge - du hast ja sowieso nicht viel Ahnung vom Surfen.

Stimmt. Du erklärst mir, dass die Surfbretter "nur" ein Teil der Idee sind. Schnittige und variabel einsetzbare Surfbretter, welche sogar Anfänger benutzen können. Ja, passt. Damit würdest du mich jedenfalls auch ansprechen. Aber das ist längst nicht alles.

Gabi und du habt mehr vor. Eine moderne Unternehmung aufbauen - innovative Produkte im Bereich Surfing und Clothing, verbunden mit sozialer Nachhaltigkeit unter Einbezug von Sozialinstitutionen und Unterstützung von Sozialprojekten und dann soll das Ganze auch noch ökologisch sinnvoll sein.

Alright! Macht das. Ich finde die Idee top.

Bist du dabei?

Bitte? Was um Himmels Willen soll ich da beitragen. Ich bin ein eher schlechter als rechter Surfer und mit der Textilindustrie hatte ich bis anhin wenig am Hut.

Aber du hattest bereits in mehreren Lebens-Phasen Berührungspunkte mit sozialer Nachhaltigkeit und dies soll der Hauptwert von Sincly werden.

Ja, stimmt! Wofür steht denn "Sincly"? Du erklärst mir, dass Social Inclusion den Namen definiert. Ich bin ja in 2 Wochen zurück. Lass uns dann treffen!

Du hattest mich schnell an Bord. Zu dritt arbeiten wir über Weihnachten und Neujahr zwei Wochen an der Vision. Werte werden definiert, die Strategie entwickelt sich und wir merken alle drei, dass sich ein Start Up mit solchem Auftrag nicht in kürzester Zeit auf die Beine stellen lässt.

Die Aufgabengebiete werden rasch und einstimmig vergeben. Ich weiss spätestens jetzt, wieso ihr mich angefragt habt. Wir arbeiten die folgenden Wochen intensiv am Aufbau von Sincly. Zwischen Euphorie, Hürden und Hauptjobs erhebt sich langsam was aus dem Boden.

Es braucht genau uns drei. Wir ergänzen uns perfekt.

Oder braucht es noch mehr?

Da draussen gibt es doch sicher viele andere junge Menschen, die unsere Werte teilen. Ohne Kompromisse, mit totaler Transparenz und gelebter Leidenschaft. Ich möchte, dass Sincly für mehr steht.

socially active, actively social!

Lifestyle-Community meets soziale Verantwortung. Macht viel Sinn.

Und dann geht es auf einmal schnell. Wir diskutieren den fünften Prototypen unseres Ponchos, welcher in Zusammenarbeit mit Terra Vecchia entsteht. Wir testen das zweite Surfbrett - ich denke es war die Pomegranate - bevor wir in die Serienproduktion in Portugal starten. Und wir müssen uns bremsen und gleichzeitig vorwärts machen... hier neue Ideen vs. erst der nächste Prototyp. Doch wir bleiben stets dran.

Weitere Produkte entstehen. Turnbeutel werden aus altem Segelstoff gemeinsam mit der Bandgenossenschaft in Bern entwickelt - endlich haben wir einen sozial und ökologisch nachhaltigen Kleider-Produzenten aus Indien (GOTS) gefunden - und nun soll noch in gefühlt zwanzig anderen Bereichen wie Vertrieb, Kommunikation, Qualitätsmanagement, etc. alles in den nächsten Wochen feststehen. Es ist Ende März und wir sind froh, haben wir unsere Werte und unsere Mission zu Beginn festgelegt. Wir starten, wenn "alles" stimmt und nehmen uns die nötige Zeit.

Mit jeder Woche kommen wir unseren Etappenzielen einen Schritt näher. Ist das jetzt eigentlich noch ein Side-Projekt?

Wir können nicht die Welt verändern. Aber wir können unseren Teil beisteuern. Ich freue mich auf alles, was wir zusammen mit Euch und Sincly erreichen werden.

....fortsetzig fougt

Gemeinsam vorwärts